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Schön schräg: Wohnraum schaffen unterm Dach – Was beim Ausbau von Dachgeschossen zu beachten ist

Immer mehr Menschen zieht es in die Großstadt: Hier ist das Angebot an Arbeitsmöglichkeiten und Freizeitaktivitäten enorm, die Infrastruktur stimmt, und auch die ärztliche Versorgung lässt meist nichts zu wünschen übrig. Die Folge: Der Wohnraum wird spürbar knapp, sodass die Mieten ins Unermessliche steigen.

Das sind gute Gründe für Eigentümer, Hausverwaltungen und Bauunternehmen, ausbaufähige Dachböden ins Visier zu nehmen. Diese früheren Abstellflächen, ehemals als Trockenboden oder Speicher genutzt, lassen sich mit guter Planung in hochattraktiven Wohnraum verwandeln. Denn Dachwohnungen haben ihren ganz eigenen Charme – Dachschrägen, freigelegte Balken und Träger sorgen für jede Menge Gemütlichkeit.

 

Energieeinsparverordnung beachten

Wer seinen Dachboden als Wohnraum ausbauen möchte, sollte dabei auf den Rat von Fachleuten – Architekten, Energieberatern und Fachhandwerkern – setzen. „Die Dächer älterer Häuser entsprechen nur selten den Auflagen der aktuellen Energieeinsparverordnung (EnEV), ganz besonders, was Wärmeschutz und Luftdichtheit betrifft. Diese Vorgaben müssen im Falle eines Ausbaus zwingend erfüllt werden“, sagt Vanessa Kohlmeier, Expertin von der Klimaschutzagentur Region Hannover im Bereich „Energieeffizienz in Wohngebäuden“. Das bedeutet: Der Dachboden benötigt eine kompakte Wärmedämmung, damit die Heizwärme im Winter im Haus bleibt und gleichzeitig der Sommerhitze ein Riegel vorgeschoben wird. Für die geforderte Luftdichtheit sorgt dabei eine Dampfsperre oder Dampfbremse, die wie eine Membran die Dachkonstruktion vor der warmen und feuchten Raumluft schützt.

 

Lichte Räume schaffen

Wird der Dachboden in Wohnraum umgewandelt, ist zudem der Einbau von großzügigen Fenstern nötig. Hier gibt es vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten in beliebigen Größen, die, EnEV-konform, als Energiesparfenster und sogar im Passivhaus-Standard mit niedrigem U-Wert angeboten werden. Auch Gauben kommen bei einem Dachausbau ins Spiel, da sie aus der Schräge viel Höhe herausholen.

Achtung: Für jeden Dachausbau und jede Gaube ist grundsätzlich eine Baugenehmigung notwendig! Am besten, Sie setzen auch hier auf die Beratung und Begleitung von Experten – etwa aus dem Netzwerk Modernisierungspartner.

 

Bausubstanz gründlich überprüfen lassen

Weil die Dächer alter Häuser über die Jahre und Jahrzehnte häufig Schaden nehmen können, sollten Bauherren die Bausubstanz gründlich überprüfen lassen. Hat sich Ungeziefer im Dachstuhl eingenistet? Sind Sparren, Pfetten oder Balken möglicherweise vom Holzbock befallen? Ist die Stabilität der Konstruktion dadurch noch sichergestellt? War das Dach wirklich dicht, oder gab es Stellen, wo Regen eindringen konnte, sodass Teile des Gebälks jetzt morsch sind? Diese Balken müssen auf jeden Fall ersetzt werden. Und natürlich ist es wichtig, dass eine bereits vorhandene Dampfbremse intakt ist.

Noch Fragen? Dann finden Sie hier unter „Partner“ den richtigen Experten für Ihr Ausbauprojekt!