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Der nächste Sommer kommt bestimmt – Wie sich Räume klimafreundlich kühlen lassen

Der letzte Sommer brach alle Hitzerekorde: Flüsse trockneten aus, die Waldbrandgefahr war groß, in Hannover lagen die Temperaturen zeitweise höher als in Nordafrika. Doch was, wenn auch 2019 wieder ein Jahrhundertsommer Einzug hält? Wie kann man sich am besten gegen Hitzestau in den eigenen vier Wänden wappnen?

Immer mehr Verbraucher setzen dabei auf Klimaanlagen, doch diese sind teuer und „ökologische Katastrophen“, wie es das Verbraucherportal Utopia.de schreibt: Sie benötigen sehr viel Strom und schieben die warme Luft nur woanders hin, während sie durch hohe CO2-Emissionen das Klima weiter aufheizen.

Achten Sie darauf tagsüber die Fenster geschlossen zu halten um unnötige Hitzezufuhr zu vermeiden. ©Klimaschutzagentur Region Hannover

Fenster besser von außen schützen

Durch einfache, gezielte Maßnahmen lassen sich Räume auch klimafreundlich kühl halten. Gut gegen Hitze sind abgedunkelte, geschlossene Fenster. Ist die Wärme erst einmal ins Zimmer gelangt, lässt sich nur schwerlich etwas dagegen tun. Früh morgens, spätabends und natürlich nachts ist Lüften angesagt, damit die Räume auskühlen können. Setzen Sie auf Durchzug, damit ein kompletter Luftwechsel stattfindet!

Einen guten Schutz vor Sonneneinstrahlung bieten außenliegende Jalousien, die bis zu 70 Prozent der Hitze abhalten. Haben Sie keine Rollläden an den Fenstern, sollte das Zimmer mit Rollos oder mit Vorhängen verdunkelt und dabei auf helle Farben gesetzt werden, die die Hitze nach draußen reflektieren. Eine Alternative können Fensterfolien sein, die die Sonne abweisen, ohne die Räume zu verdunkeln. Unterstützung bei der Umsetzung finden sie hier.

Pflanzen im Außenbereich helfen übrigens auch, ein Gebäude von außen zu kühlen – beispielsweise durch große Laubbäume, die im Sommer natürlichen Schatten spenden, aber auch wilder Wein an der Außenwand wirkt wie ein Zusatzschutz und verhindert, dass sich das Gebäude zu stark aufheizt.

 

Auch Mobiliar speichert Wärme

Steigt die Hitze im Inneren weiter an, kann man feuchte, ausgewrungene Handtücher oder Laken im Raum aufhängen. Beim Trocknen wird der Luft Wärme entzogen, wobei die sogenannte „Verdunstungskälte“ entsteht. Auch Zimmerbrunnen erzeugen eine solche Verdunstungskälte.

Übrigens: Auch in Schränken und im Mobiliar staut sich gern die Hitze. Am besten, Sie bringen Teppiche in den Keller, damit im Boden keine Wärme gespeichert wird. Zudem sorgt jedes elektrische Gerät für zusätzliche Wärme, sogar im Standby-Betrieb. Hier gilt: Ausschalten und Stecker ziehen!

Klimafreundlicher als Klimaanlagen sind Ventilatoren, die nur einen Bruchteil des Stroms benötigen. Schalten Sie den Ventilator beim Verlassen des Zimmers aber unbedingt aus, denn Ventilatoren kühlen lediglich die Bewohner, nicht jedoch die Luft! „Der beste Hitzeschutz ist eine gute Dämmung, vor allem des Daches. Das ist aufwändig und teuer, rechnet sich über die vielen Jahre und steigert langfristig den Wert einer Immobilie“, empfiehlt Gabi Oswald, Energieberaterin im Netzwerk Modernisierungspartner. Weitere Energieexperten finden Sie hier.